"Gibt es mich nur einmal auf der Welt?"  "Kann man die Zeit sehen?" "Warum weiß man nicht, wo die Seele ist?" "Kann ein Baum traurig sein?" "Wie viel ist unendlich?"

 

Auf Fragen dieser Art gibt es nicht die eine richtige Antwort, die man irgendwo nachschlagen kann und die immer und für jeden gilt.

Philosophieren bedeutet, solche Fragen und Gedanken ernst zu nehmen und es den Kindern zu ermöglichen, sich gemeinsam mit anderen auf die Suche nach Antworten zu machen.

Das Ergebnis dieser Suche steht vorher noch nicht fest - weder für die Kinder, noch für die Erwachsenen, die sie auf dieser Suche begleiten. Daher darf bei Philosophieren grundsätzlich alles gedacht und gesagt werden - was aber nicht heißt, dass auch alles richtig ist. Der Maßstab für dieses "richtig" ist jedoch nicht der Erwachsene, sondern der Verlauf des Gesprächs und die Einwände der anderen Kinder. Da der Ausgang des Gesprächs offen ist, können am Ende auch unterschiedliche Standpunkte nebeneinander stehenbleiben, denn jedes Gespräch ist nur ein Schritt auf dem Weg zur Wahrheit.

 

aus: "Siehst du die Welt auch so wie ich?" von Katharina Zeitler

Geschichten aus der ganzen Welt, aus allen Kulturen und Religionen sind ein Ausgangspunkt, um mit Kindern über sich selbst, über andere und über die Welt ins Gespräch zu kommen und zu philosophieren. Dadurch wird selbstständiges Denken stimuliert, d.h. Informationen verarbeiten, verstehen, begründen, kreativ denken, evaluieren, auswerten. Es fördert die emotionale Entwicklung der Kinder durch Selbsterkenntnis, Selbststeuerung, Motivation und Einfühlungsvermögen. Philosophieren ist hilfreich bei der Suche nach Sinngebung und Entwicklung von Visionen: Wer bin ich? Was ist mein Platz in der Welt? aus: 55 philosophische Geschichten für Kinder

 

 

 

55 philosophische Geschichten für Kinder

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